Wichtig vorweg: Wir sind ein Shop für Instagram-Reichweite, keine Rechtsanwaltskanzlei und keine Steuerberatung. Was hier steht, ist eine allgemeine Einordnung, damit du die richtigen Fragen stellen kannst. Verbindlich ist im Einzelfall nur, was dir die Wirtschaftskammer, die Gewerbebehörde, deine Steuerberatung oder die Sozialversicherung sagt.
Kurz beantwortet: ja, aber mit Pflichten
Es gibt in Österreich kein Gesetz, das dir verbietet, mit Instagram Geld zu verdienen. Werbung machen, Produkte verkaufen, Kooperationen annehmen — alles erlaubt. Die Frage ist nie ob, sondern ab wann daraus eine Erwerbstätigkeit wird, die du melden musst.
Der Punkt, an dem es kippt, hat weniger mit der Höhe des Betrags zu tun, als viele denken. Zwei Merkmale zählen:
- Absicht. Machst du das, um damit Einnahmen zu erzielen? Ein einmaliges Dankeschön für ein Foto ist etwas anderes als ein Konto, das du bewusst auf Kooperationen ausrichtest.
- Wiederholung. Passiert es einmal oder immer wieder, planmäßig, auf Dauer? Regelmäßigkeit ist das Merkmal, an dem sich in Österreich vieles entscheidet.
Wenn beides zutrifft, bist du selbständig tätig — auch dann, wenn du daneben angestellt bist oder studierst. Damit hängen drei Stellen an dir: das Finanzamt, die Sozialversicherung der Selbständigen (kurz SVS), und je nach Tätigkeit die Gewerbebehörde.
Das klingt nach viel. In der Praxis ist es ein Nachmittag Papierkram am Anfang und danach ein geordneter Ablauf. Teuer wird es nur, wenn man es aussitzt und später alles rückwirkend nachzahlt.
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Zum AngebotGewerbeschein: wann du einen brauchst
Österreich unterscheidet schärfer als Deutschland zwischen gewerblichen und nicht-gewerblichen Tätigkeiten. Für Creator ist das der verwirrendste Teil, weil die Antwort davon abhängt, was du genau machst — nicht davon, dass es auf Instagram passiert.
Grobe Orientierung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
| Was du tust | Wie es meist eingeordnet wird |
|---|---|
| Einmalige Kooperation, ohne Plan auf Wiederholung | meist noch keine gewerbliche Tätigkeit |
| Laufend bezahlte Werbeposts für Marken | in der Regel gewerblich, Anmeldung nötig |
| Eigene Produkte über Instagram verkaufen | Handel, klar gewerblich |
| Affiliate-Links mit Provision, dauerhaft | in der Regel gewerblich |
| Eigene Fotos oder Texte künstlerisch verwerten | kann je nach Fall anders eingestuft sein |
Viele dieser Tätigkeiten fallen unter ein freies Gewerbe (ein Gewerbe, für das du keinen Befähigungsnachweis brauchst). Die Anmeldung machst du bei der Gewerbebehörde deiner Gemeinde oder Bezirkshauptmannschaft. Die Wirtschaftskammer (WKO) berät dazu kostenlos, und genau dort solltest du deinen Fall schildern, bevor du irgendwas unterschreibst.
Ein häufiger Irrtum: „Ich mache das nebenbei, also brauche ich nichts." Nebenberuflich ändert nichts an der Meldepflicht. Es ändert nur die Höhe dessen, was du zahlst.
Ein zweiter Irrtum: „Ich bekomme kein Geld, nur Produkte." Wenn du ein Produkt dafür bekommst, dass du darüber postest, ist das eine Gegenleistung. Der Umstand, dass kein Bargeld fließt, macht daraus keine Schenkung.
Steuer und Sozialversicherung für Creator
Drei Bereiche, die man auseinanderhalten sollte, weil sie unabhängig voneinander greifen.
Einkommensteuer. Deine Gewinne aus der Instagram-Tätigkeit gehören in die Steuererklärung. Gewinn heißt: Einnahmen minus Ausgaben. Ausgaben sind zum Beispiel Kamera, Bearbeitungsprogramme, Anteile am Handyvertrag, Fahrtkosten zu Terminen. Es gibt in Österreich Freigrenzen und Veranlagungsgrenzen, ab denen du eine Erklärung abgeben musst — die genauen Beträge ändern sich, deshalb nennen wir hier keine, sondern verweisen auf FinanzOnline und deine Steuerberatung.
Umsatzsteuer. Es gibt eine Kleinunternehmerregelung: unter einer bestimmten Jahresumsatzgrenze musst du keine Umsatzsteuer ausweisen und abführen, darfst dafür aber auch keine Vorsteuer ziehen. Die Grenze wurde in den letzten Jahren mehrfach angepasst, also prüfe den aktuellen Wert, statt einer Zahl aus einem alten Blogbeitrag zu glauben.
Sozialversicherung. Wer gewerblich selbständig ist, landet bei der SVS. Auch hier gibt es Grenzen, unter denen man sich unter Umständen von der Pflichtversicherung ausnehmen lassen kann. Das ist der Punkt, der Creator am häufigsten überrascht, weil die Nachzahlungen erst mit Verzögerung kommen. Leg von Anfang an einen Teil jeder Einnahme beiseite.
Praktischer Rat, unabhängig von der genauen Rechtslage: Führe ab der ersten Kooperation eine simple Tabelle mit Datum, Auftraggeber, Leistung, Betrag und — bei Sachleistungen — dem Wert des Produkts. Wer das erst nach einem Jahr rekonstruiert, verliert Belege und zahlt drauf.
Wenn du tiefer in die Zahlenseite willst, haben wir das allgemein aufgeschrieben: Steuern als Influencer und ab wann Influencer Steuern zahlen. Beide sind auf die deutsche Lage hin geschrieben, die Logik dahinter ist aber dieselbe.
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Zum AngebotWerbekennzeichnung nach österreichischem Recht
Werbung muss als Werbung erkennbar sein. Das steckt in Österreich unter anderem im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb und in medienrechtlichen Vorgaben. Der Grundgedanke ist überall gleich: Niemand soll einen bezahlten Beitrag für eine private Empfehlung halten.
Was in der Praxis funktioniert:
- Am Anfang, nicht am Ende. Die Kennzeichnung gehört in die erste Zeile der Bildunterschrift, sichtbar ohne auf „Mehr anzeigen" zu tippen. Bei Reels und Stories zusätzlich deutlich im Bild.
- Auf Deutsch und ausgeschrieben. „Werbung" oder „Bezahlte Partnerschaft" sind eindeutig. Kürzel wie „ad" oder ein verstecktes Hashtag in einer Reihe von zwanzig anderen sind es nicht.
- Auch ohne Geld. Wenn du ein Produkt gratis bekommen hast und deshalb darüber sprichst, ist das kennzeichnungspflichtig. Der fehlende Geldfluss ändert nichts.
- Instagrams eigenes Werkzeug reicht allein oft nicht. Das Label „Bezahlte Partnerschaft mit …" ist gut, aber schreib die Kennzeichnung zusätzlich selbst dazu. Doppelt gemoppelt schadet dir nicht.
Nicht kennzeichnen musst du Beiträge über Dinge, die du selbst gekauft hast und über die niemand eine Absprache mit dir getroffen hat. Sobald eine Absprache, ein Rabatt, ein Gratisprodukt oder eine Provision im Spiel ist, kennzeichne.
Die Rechtsprechung dazu entwickelt sich weiter, und einzelne Grenzfälle sind umstritten. Wenn viel Geld an einer Kooperation hängt, lass dir die Formulierung einmal anwaltlich absegnen — danach kannst du sie jahrelang wiederverwenden.
Wie du erste bezahlte Anfragen bekommst
Der rechtliche Teil ist erledigt, sobald du ihn einmal geordnet hast. Der schwierigere Teil ist, dass überhaupt jemand fragt. Was dabei hilft:
- Ein erkennbares Thema. Eine Marke muss in fünf Sekunden sehen, wofür du stehst. Ein Konto über „Leben in Graz, Kaffee, Wandern, manchmal Katze" ist für niemanden buchbar. Ein Konto über Wanderrouten in der Steiermark schon.
- Ein Profil, das die Frage beantwortet. Name, Bio, Highlights und ein Weg, dich zu erreichen. Wie das aussieht, steht in Instagram Profil optimieren.
- Zahlen, die du kennst. Reichweite, Interaktionsrate, Herkunft deines Publikums. Wer nach Österreich-Bezug sucht, will wissen, ob deine Leute überhaupt hier sind. Diese Werte stehen in den Instagram Insights (der Statistik-Ansicht im Profil).
- Selbst anschreiben. Regionale Marken, Hotels, kleine Labels — die meisten arbeiten noch nicht mit Creatorn und reagieren auf einen konkreten Vorschlag besser als auf eine Preisliste.
- Belegbare Arbeitsproben. Zwei, drei Beiträge, die zeigen, dass du ein Produkt gut ins Bild setzen kannst. Auch unbezahlt gemachte zählen.
Und die ehrliche Einordnung zur Reichweite: Ein Konto, das jung ist und noch keine Zahlen vorweist, wirkt auf Marken zurückhaltend. Ein Startwert an Reichweite kann helfen, dass ein Profil nicht leer wirkt — er ersetzt aber nichts. Wir behaupten ausdrücklich nicht, dass gekaufte Zahlen den Algorithmus beeinflussen; das lässt sich von außen nicht messen. Was bleibt, ist deine Arbeit: ein Thema, das stimmt, und Beiträge, die man aufhebt. Wie du daran arbeitest, steht in Instagram Reichweite erhöhen.
Den Überblick über alle Wege, mit Instagram Einnahmen zu erzielen, findest du im Hauptbeitrag mit Instagram Geld verdienen. Wann sich das erste Geld realistisch einstellt, klärt ab wann man mit Instagram Geld verdient. Wenn du Reichweite dazukaufen willst, findest du die Pakete unter Instagram Follower kaufen.
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Zum AngebotHäufige Fragen
Kann man in Österreich mit Instagram Geld verdienen?
Ja. Es gibt kein Verbot, mit Instagram Einnahmen zu erzielen. Sobald du das planmäßig und auf Dauer machst, gilt es aber als selbständige Erwerbstätigkeit — mit Meldepflichten bei Finanzamt, Sozialversicherung und je nach Tätigkeit auch bei der Gewerbebehörde. Der Unterschied liegt selten am Betrag allein, sondern an der Absicht und der Wiederholung.
Brauche ich für eine Instagram Kooperation einen Gewerbeschein?
Eine einzelne, zufällige Kooperation ist etwas anderes als eine laufende Tätigkeit. Sobald du regelmäßig gegen Bezahlung Werbung ausspielst, ist das in Österreich in der Regel eine gewerbliche Tätigkeit und braucht eine Gewerbeanmeldung. Welche Gewerbeart genau passt, hängt davon ab, was du wirklich tust — das klärst du am besten mit der Wirtschaftskammer oder der Gewerbebehörde deiner Gemeinde.
Sind Geschenke und Gratisprodukte steuerpflichtig?
Wenn du ein Produkt dafür bekommst, dass du darüber postest, ist das eine Gegenleistung und kein Geschenk. Solche Sachleistungen zählen grundsätzlich zu deinen Einnahmen und werden mit ihrem Wert angesetzt. Wie genau bewertet wird, ist ein Fall für die Steuerberatung — wir können dir das hier nicht rechtsverbindlich sagen.
Wie muss ich Werbung auf Instagram in Österreich kennzeichnen?
Werblicher Inhalt muss als solcher erkennbar sein, bevor jemand ihn ansieht. Praktisch heißt das: ein klares deutsches Wort wie „Werbung" oder „Bezahlte Partnerschaft" ganz am Anfang der Bildunterschrift, nicht versteckt hinter „Mehr anzeigen" und nicht am Ende einer Hashtag-Reihe. Ein Kürzel wie „ad" allein reicht dafür nicht aus.
Wie viele Follower brauche ich für die erste bezahlte Anfrage?
Es gibt keine feste Grenze, und jede genannte Zahl ist geraten. Marken fragen sehr unterschiedlich große Konten an; entscheidend ist eher, ob dein Thema zum Produkt passt und ob deine Leute wirklich reagieren. Ein kleines Konto mit klarem Thema und aktiven Profilen wird öfter angefragt als ein großes ohne erkennbares Thema.