Steuern

Ab wann müssen Influencer Steuern zahlen und was gilt davor?

Die meisten fragen nach einer Zahl: ab wie viel Euro wird es ernst? Die ehrliche Antwort ist unbequemer — die Pflicht beginnt meistens früher, als man denkt, und die bekannten Grenzen sagen etwas anderes aus, als sie zu sagen scheinen.

Wichtig vorweg: Das hier ist keine Steuerberatung, sondern eine Orientierung in einfacher Sprache. Wir dürfen dich rechtlich nicht beraten und tun es auch nicht. Konkrete Beträge und Fristen ändern sich; hol dir die verbindliche Auskunft beim Finanzamt oder bei einem Steuerberater.

Die erste Einnahme: was sofort gilt

Der Moment, in dem es steuerlich losgeht, ist nicht der Moment, in dem viel Geld ankommt. Es ist der Moment, in dem du anfängst, mit Absicht Geld verdienen zu wollen — und das wiederholt tust. Das Finanzamt schaut auf drei Dinge: Machst du es regelmäßig? Willst du damit Gewinn erzielen? Trittst du nach außen als Anbieter auf? Wenn dreimal ja, ist das eine unternehmerische Tätigkeit. Auch wenn die erste Kooperation klein war.

Praktisch heißt das: Sobald du ernsthaft Kooperationen annimmst, Affiliate-Links setzt (Empfehlungslinks, für die du eine Provision bekommst) oder etwas Eigenes verkaufst, meldest du ein Gewerbe an. Das läuft über das Gewerbeamt deiner Stadt. Kurz danach bekommst du vom Finanzamt einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und daraufhin deine Steuernummer für diese Tätigkeit. Reine Fotografen, Autorinnen oder Künstler können unter Umständen als Freiberufler gelten und brauchen kein Gewerbe — ob das auf dich zutrifft, entscheidet nicht dein Gefühl, sondern das Finanzamt.

Was du ab dem ersten Tag tun solltest, ist banal und rettet dich später: alles aufheben. Jede Rechnung, die du schreibst. Jeden Beleg für Kamera, Licht, Ringlicht, Software, Werbekosten, Versand, Muster. Wer erst nach einem Jahr anfängt zu sortieren, verschenkt Kosten, die den Gewinn gedrückt hätten. Wie die Einnahmeseite überhaupt entsteht, steht ausführlich in unserem Ratgeber zu Geld verdienen mit Instagram.

Instagram Follower kaufen — ab 1,99 €, Lieferstart in 5–30 Minuten, ohne Passwort.

Zum Angebot

Grenzen, die häufig genannt werden

In Foren kursieren mehrere Zahlen, und fast alle werden falsch zitiert. Der wichtigste Denkfehler: Es gibt nicht die eine Grenze. Es gibt mehrere, sie gehören zu verschiedenen Steuerarten, und keine davon befreit dich davon, dich überhaupt anzumelden.

  • Die Umsatzgrenze gehört zur Umsatzsteuer und entscheidet nur darüber, ob du Umsatzsteuer ausweisen musst. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
  • Der Grundfreibetrag gehört zur Einkommensteuer. Bis zu diesem Betrag bleibt dein gesamtes zu versteuerndes Einkommen steuerfrei — aber das ist die Summe aus allem, auch deinem Lohn aus einem Hauptjob. Wer angestellt ist, hat den Freibetrag meistens längst durch das Gehalt aufgebraucht. Dann wird schon der erste Euro aus Instagram mitversteuert.
  • Die Gewerbesteuer setzt erst ab einem eigenen Freibetrag ein. Sehr viele kleine Konten kommen dort nie an. Anmelden musst du das Gewerbe trotzdem.

Merke dir die Trennung: Anmeldepflicht und Zahlungspflicht sind zwei verschiedene Dinge. Die Anmeldung kommt zuerst und hängt an keiner Zahl. Ob am Ende Steuer fällig wird, rechnet sich erst nach dem Jahr aus. Genaue Beträge nennen wir hier bewusst nicht, weil sie sich ändern und ein veralteter Wert schlimmer ist als gar keiner. Eine breitere Übersicht über alle drei Steuerarten findest du im Hauptartikel Influencer und Steuern.

Kleinunternehmerregelung kurz erklärt

Die Kleinunternehmerregelung ist eine Wahlmöglichkeit bei der Umsatzsteuer. Bleibst du unter der gesetzlichen Umsatzgrenze und wählst sie, dann schreibst du Rechnungen ohne Umsatzsteuer und führst auch keine ab. Auf der Rechnung steht dafür ein Hinweis auf die Regelung. Das macht die Buchhaltung deutlich leichter, und für Kundinnen ohne Vorsteuerabzug bist du günstiger.

Der Preis dafür: Du bekommst die Umsatzsteuer, die du selbst beim Einkauf bezahlst, nicht zurück (das nennt man Vorsteuerabzug). Wenn du am Anfang teuer investierst — Kamera, Rechner, Objektive —, kann es rechnerisch besser sein, freiwillig auf die Regelung zu verzichten. Dieser Verzicht bindet dich allerdings für mehrere Jahre. Das ist genau die Entscheidung, für die sich ein einmaliger Termin beim Steuerberater lohnt.

Und noch einmal deutlich, weil es der häufigste Irrtum ist: Kleinunternehmer zu sein heißt nicht steuerfrei zu sein. Deine Gewinne gehören weiterhin in die Einkommensteuererklärung.

Instagram Follower kaufen — ab 1,99 €, Lieferstart in 5–30 Minuten, ohne Passwort.

Zum Angebot

Nebenberuflich: was den Arbeitgeber angeht

Die meisten fangen nebenbei an, neben Job, Ausbildung oder Studium. Steuerlich ändert das wenig: Deine Instagram-Einnahmen kommen als eigene Einkunftsart in dieselbe Steuererklärung wie dein Lohn. Weil dein Gehalt den Grundfreibetrag oft schon ausschöpft, wird der Gewinn aus dem Nebenverdienst meist mit deinem persönlichen Steuersatz belastet. Rechne damit, dass eine Nachzahlung kommt, und leg von jeder Einnahme einen Teil beiseite, statt ihn auszugeben.

Arbeitsrechtlich ist es eine getrennte Frage. Viele Arbeitsverträge verlangen, dass du eine Nebentätigkeit meldest oder genehmigen lässt — besonders, wenn sie in dieselbe Branche fällt. Das Finanzamt informiert deinen Arbeitgeber nicht, aber ein Konto mit Werbebeiträgen ist öffentlich sichtbar. Lies den Vertrag, kläre es vorher schriftlich, und du sparst dir ein unangenehmes Gespräch.

Wenn du noch am Anfang stehst und erst überlegst, wie aus dem Konto überhaupt etwas Berufliches wird, ist unser Einstieg Influencer werden der bessere erste Schritt. Und wer wissen will, ab welcher Größe realistisch die ersten Anfragen kommen, findet das in ab wann man mit Instagram Geld verdient.

Wenn du dich zu spät gemeldet hast

Das kommt oft vor: Erst war es ein Hobby, dann kam ein Produkt geschenkt, dann eine kleine Zahlung — und irgendwann fällt auf, dass seit einem Jahr etwas läuft, das nie gemeldet wurde. Panik hilft hier nicht, Warten aber auch nicht. Was hilft, ist die Reihenfolge:

  1. Belege zusammensuchen. Alle Zahlungen, alle Warensendungen mit Wert, alle Ausgaben — Jahr für Jahr getrennt.
  2. Gewerbe anmelden. Rückwirkend zum tatsächlichen Beginn, nicht zum heutigen Tag.
  3. Steuerberater einschalten. Eine Nacherklärung für zurückliegende Jahre ist nichts, was man nebenbei selbst zusammenklickt.
  4. Nichts beschönigen. Wer von sich aus korrigiert, wird deutlich anders behandelt als jemand, bei dem eine Prüfung selbst darauf stößt.

Und für die Zukunft: Trenne die Konten. Ein eigenes Bankkonto nur für die Einnahmen aus dem Profil macht jede spätere Erklärung um Stunden kürzer. Wie du dein Profil auch sonst professionell aufstellst — Kontaktdaten, Kategorie, Impressum —, steht in Instagram Business Account und Instagram Impressum.

Instagram Follower kaufen — ab 1,99 €, Lieferstart in 5–30 Minuten, ohne Passwort.

Zum Angebot

Häufige Fragen

Ab wann müssen Influencer Steuern zahlen?

Die Pflicht hängt nicht an einer Zahl, sondern an der Absicht. Sobald du regelmäßig etwas anbietest, um damit Geld zu verdienen, ist das aus Sicht des Finanzamts eine unternehmerische Tätigkeit — auch wenn im ersten Monat nur ein kleiner Betrag ankommt. Ob am Ende wirklich Steuer anfällt, entscheidet sich erst über das ganze Jahr hinweg, wenn Einnahmen und Kosten gegenübergestellt werden. Anmelden und melden musst du dich aber unabhängig davon.

Zählen geschenkte Produkte als Einnahme?

In der Regel ja, wenn du dafür eine Gegenleistung erbringst, also zum Beispiel einen Beitrag postest. Dann ist das ein Tausch: Ware gegen Werbung. Der Wert der Ware wird wie eine Zahlung behandelt. Anders sieht es aus, wenn dir jemand unaufgefordert etwas schickt und du nichts dafür tust. Weil die Abgrenzung im Einzelfall schwierig ist, hebe jede Sendung mit Wertangabe auf und lass den Fall von einem Steuerberater einordnen.

Was bedeutet die Kleinunternehmerregelung für mich?

Sie betrifft nur die Umsatzsteuer, nicht die Einkommensteuer. Wenn dein Umsatz unter der gesetzlichen Grenze bleibt und du die Regelung wählst, weist du auf Rechnungen keine Umsatzsteuer aus und führst keine ab. Du darfst dann aber auch keine Vorsteuer aus deinen eigenen Einkäufen zurückholen. Deine Gewinne musst du trotzdem in der Steuererklärung angeben. Die aktuellen Grenzbeträge ändern sich von Zeit zu Zeit — prüfe sie beim Finanzamt oder beim Steuerberater, statt dich auf Zahlen aus Ratgebern zu verlassen.

Muss mein Arbeitgeber wissen, dass ich nebenbei Influencer bin?

Das steht meistens im Arbeitsvertrag. Viele Verträge verlangen, dass du eine Nebentätigkeit anzeigst oder genehmigen lässt. Das ist eine arbeitsrechtliche Frage und hat mit dem Finanzamt nichts zu tun — die beiden Stellen sprechen nicht miteinander. Lies deinen Vertrag nach und frage im Zweifel schriftlich an, bevor die erste Kooperation läuft.

Was tue ich, wenn ich mich zu spät gemeldet habe?

Melden, nachreichen, nicht abwarten. Je länger ein nicht gemeldeter Zeitraum liegt, desto unangenehmer wird er. Sammle alle Belege für die betroffenen Jahre, melde das Gewerbe an und lass eine Nacherklärung durch einen Steuerberater vorbereiten. Wer von sich aus korrigiert, steht deutlich besser da als jemand, bei dem das Finanzamt selbst nachfragt.

Instagram Follower für dein Profil?

Ab 1,99 €, 1.000 Stück für 8,99 €. Lieferstart in 5–30 Minuten, Zahlung mit PayPal, ohne Passwortabfrage.