Kurz vorweg: Ein Lokal braucht keine Reichweite in ganz Deutschland. Es braucht die Leute, die heute Abend in deiner Stadt überlegen, wo sie essen gehen. Alles in diesem Plan zielt auf diese Gruppe — und auf niemanden sonst.
Tag 1 bis 2: Konto und Profil aufsetzen
Nimm zwei Tage, weil ein Teil davon Wartezeit ist. Richte zuerst ein Unternehmensprofil ein (die kostenlose Kontoart für Firmen, mit Standortzeile und Statistiken). In den Einstellungen unter „Konto“ findest du den Wechsel. Ohne diese Kontoart bekommst du keine anklickbare Adresse im Profil — und die ist für ein Restaurant der wichtigste Knopf überhaupt.
Dann drei Felder, in dieser Reihenfolge:
- Der Name. Nicht nur „Trattoria Sole“, sondern „Trattoria Sole · Pizza in Mainz“. Instagram durchsucht dieses Feld mit. Wer nach einer Küche und einer Stadt sucht, findet dich damit eher.
- Die Biografie. Vier Zeilen: was für eine Küche, wo, Öffnungszeiten, Reservierung. Keine Sprüche. Jemand, der hier landet, hat Hunger und wenig Geduld.
- Der Link. Wenn du eine Seite zum Reservieren hast, kommt die hier hin. Wenn nicht, die Speisekarte. Ein Link auf die Startseite ist die schwächste Wahl.
Zum Schluss die Adresse hinterlegen. Wenn dein Lokal als Standort noch nicht existiert, legst du ihn über die verknüpfte Facebook-Seite an; Instagram übernimmt ihn danach. Prüfe die Schreibweise genau — zwei fast gleiche Standorte teilen deine Beiträge auf zwei Ortsseiten auf, und beide bleiben halbleer. Mehr zum Grundgerüst steht im Ratgeber zum Instagram Business Account.
Tag 3: die ersten neun Beiträge planen
Neun, weil das die drei sichtbaren Reihen im Profil füllt. Wer dein Konto zum ersten Mal öffnet, sieht diesen Block — und entscheidet in ungefähr zwei Sekunden, ob er weiterliest.
Ein Aufbau, der für die meisten Lokale funktioniert:
- Drei Teller. Deine bekanntesten Gerichte, einzeln, gut ausgeleuchtet.
- Zwei Bilder vom Raum. Eins voll besetzt am Abend, eins leer und hell. Beide beantworten die Frage „passt das zu meinem Anlass?“.
- Zwei aus der Küche. Hände, Feuer, Teig, Messer. Das sind die Bilder, die Leute weiterschicken.
- Ein Bild vom Team. Gesichter machen aus einem Lokal einen Ort.
- Ein Beitrag mit Fakten. Öffnungszeiten, Mittagskarte, Ruhetag. Unspektakulär, aber der Beitrag, der am häufigsten gesucht wird.
Schreib die neun Bildunterschriften am selben Tag. Jede endet mit einer Angabe, die weiterhilft: Adresse, Öffnungszeit oder ein Hinweis, wie man reserviert. Wenn du das jetzt in einen Planer einträgst, ist die Woche erledigt — wie das geht, steht unter Instagram Beiträge planen.
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Zum AngebotTag 4: Fotos ohne teure Ausrüstung
Du brauchst keine Kamera. Du brauchst Tageslicht. Das ist der ganze Unterschied zwischen einem Essensfoto, das appetitlich aussieht, und einem, das nach Kantine aussieht.
Vier Regeln, die reichen:
- Ans Fenster. Fotografiere zwischen 11 und 15 Uhr an einem Tisch am Fenster. Das Licht kommt seitlich, nicht von vorn. Deckenlicht im Gastraum ist gelb und flach; es macht jedes Gericht müde.
- Blitz aus. Immer. Der Handyblitz löscht alle Schatten, und ohne Schatten sieht Essen platt aus.
- Zwei Winkel, sonst keine. Von schräg oben, etwa 45 Grad, für Teller mit Höhe (Burger, Pasta). Senkrecht von oben für flache Dinge (Pizza, Frühstücksbrett).
- Sofort fotografieren. Nach zwei Minuten fällt Schaum zusammen, Soße zieht an, Salat wird welk. Das Bild entsteht in der Küche, nicht am Tisch.
Bearbeite danach nur zwei Regler: Helligkeit ein wenig hoch, Wärme leicht runter, wenn das Bild ins Gelbe kippt. Filter, die alles bunt machen, lassen Essen unecht wirken. Mehr dazu im Ratgeber Instagram Bilder bearbeiten.
Tag 5: Stories und Highlights
Stories sind für ein Lokal wichtiger als Beiträge, weil sie den Zustand von heute zeigen: die Tageskarte, der freie Tisch um 20 Uhr, der Kuchen, der gerade aus dem Ofen kommt. Das ist genau die Information, wegen der Leute ein Restaurantkonto überhaupt abonnieren.
Ein Ablauf, den du in fünf Minuten schaffst: morgens ein Bild der Tageskarte, nachmittags ein kurzer Clip aus der Küche, abends ein Blick in den vollen Raum. Nutze den Standort-Sticker in jeder Story — er verlinkt auf deine Ortsseite und kostet einen Klick.
Danach legst du Highlights an, also die runden Sammlungen unter der Biografie. Vier reichen: Karte, Lokal, Team, Anfahrt. Sie beantworten die vier Fragen, mit denen jeder neue Besucher kommt, und sie bleiben, während die Stories nach 24 Stunden verschwinden. Wenn du sehen willst, wie viele Leute deine Stories wirklich zu Ende sehen, hilft Instagram Story Views.
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Zum AngebotTag 6: Gäste zum Markieren einladen
Der wertvollste Beitrag über dein Lokal ist der, den du nicht selbst schreibst. Wenn ein Gast dich markiert, sehen das seine Bekannten — und die wohnen meistens in derselben Stadt. Genau die Gruppe willst du erreichen.
Was hilft:
- Den Namen sichtbar machen. Dein Instagram-Name gehört auf die Karte, auf die Rechnung und ans Fenster. Niemand markiert ein Konto, dessen Namen er raten muss.
- Einen Grund zum Fotografieren bauen. Ein Gericht, das ungewöhnlich aussieht. Eine Wand mit Farbe. Ein Fenstertisch mit gutem Licht. Das ist kein Trick, sondern nur die Entscheidung, dass irgendetwas im Raum fotografierbar sein soll.
- Reagieren. Teile jede Markierung in deine Story und antworte kurz darauf. Das kostet zwei Minuten und ist der stärkste Grund für den nächsten Gast, es auch zu tun.
- Nicht bezahlen. Rabatt gegen Beitrag zieht Leute an, die den Rabatt wollen. Danach kommen sie nicht wieder.
Ehrliche Einordnung: Wie schnell das anläuft, hängt vom Lokal ab und lässt sich nicht vorhersagen. Bei manchen passiert in der ersten Woche etwas, bei anderen im dritten Monat.
Tag 7: QR-Code im Lokal aufstellen
Die Leute, die dir am ehesten folgen, sitzen bereits bei dir. Sie haben gerade gut gegessen und warten auf die Rechnung. Das ist der beste Moment des ganzen Plans — und der einzige, den du ohne Instagram vorbereiten musst.
Instagram erzeugt selbst einen Code: Profil öffnen, Menü oben rechts, QR-Code. Speichere ihn und drucke ihn auf eine kleine Karte. Wichtig ist der Satz daneben. „Folge uns“ ist zu wenig. Besser ist etwas, das einen Nutzen nennt: „Tageskarte jeden Morgen in unserer Story.“ Damit weiß der Gast, was er bekommt.
Stell die Karte dorthin, wo ohnehin gewartet wird: auf den Tisch, an die Kasse, in die Rechnungsmappe. Ein Aufkleber am Eingang erwischt zusätzlich die Leute, die draußen die Karte lesen und noch überlegen. Wie du das mit deinem übrigen lokalen Marketing verbindest, steht im Hub lokales Marketing; die längere Fassung speziell für die Gastronomie findest du unter Restaurant Marketing und Gastronomie Marketing.
Nach diesen sieben Tagen hast du ein Profil, das man weiterschicken kann, neun Bilder, einen Rhythmus und zwei Wege, auf denen neue Leute dich finden. Das ist die Grundlage. Alles danach ist Wiederholung — zwei Beiträge und ein paar Stories pro Woche, über Monate.
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Zum AngebotHäufige Fragen
Wie oft sollte ein Restaurant auf Instagram posten?
Zwei bis drei Beiträge pro Woche sind für die meisten Lokale genug, dazu ein paar Stories an den Tagen dazwischen. Wichtiger als die Zahl ist, dass du den Rhythmus auch in einer vollen Woche durchhältst. Ein Konto, das sechs Wochen lang zweimal wöchentlich etwas zeigt, wirkt lebendiger als eins mit einem Ausbruch von zwanzig Beiträgen und danach drei Monaten Stille.
Wie verlinke ich mein Restaurant auf Instagram?
Du hinterlegst im Profil die Adresse deines Lokals. Dafür brauchst du ein Unternehmensprofil, dann erscheint unter dem Namen eine anklickbare Standortzeile. Beim Posten wählst du zusätzlich in der Beitragsmaske den Standort aus. Existiert er noch nicht, lässt er sich meist über die verknüpfte Facebook-Seite anlegen. Beides zusammen sorgt dafür, dass Leute dein Lokal über die Ortssuche finden.
Wie finden mich Leute über die Suche nach Restaurants in der Nähe?
Über zwei Wege. Erstens die Ortsseite: Jeder Standort auf Instagram hat eine eigene Seite, auf der alle dort markierten Beiträge landen. Zweitens der Profilname. Instagram durchsucht auch das Namensfeld, nicht nur den Benutzernamen. Wenn dort „Burger Bonn“ oder „Pizzeria Altstadt Erfurt“ steht, tauchst du bei solchen Suchen eher auf als mit einem reinen Fantasienamen.
Lohnt sich ein QR-Code auf dem Tisch?
Er kostet fast nichts und richtet keinen Schaden an, also ja. Wie viel er bringt, hängt stark vom Lokal ab und lässt sich vorher nicht seriös vorhersagen. Ein Code allein reicht allerdings selten. Er braucht einen Satz daneben, der sagt, was den Gast dort erwartet, und er muss dort liegen, wo Leute ohnehin warten: auf dem Tisch, an der Kasse, auf der Rechnungsmappe.
Bringt es etwas, für ein Restaurantkonto Follower zu kaufen?
Eine gekaufte Zahl macht aus einem leeren Profil ein weniger leeres. Mehr sagen wir dazu nicht: Ob Instagram deswegen anders ausspielt, lässt sich von außen nicht messen, und wir behaupten es nicht. Für ein Lokal ist ein Profil mit neun guten Bildern und dreißig Leuten aus der Stadt wertvoller als eins mit einer großen Zahl aus aller Welt. Wenn du es einsetzt, dann als Startwert neben echter Arbeit, nie statt ihr.