Kurz vorweg: Es gibt keinen einzelnen Schalter mit der Aufschrift „neue Funktionen aus". Was es gibt, sind viele kleine Einstellungen. Manche davon helfen wirklich, andere werden im Netz versprochen, existieren aber nicht.
Warum neue Funktionen oft ungefragt erscheinen
Instagram schaltet Neuerungen nicht für alle gleichzeitig frei. Üblich ist ein stufenweiser Rollout (schrittweise Freischaltung): Ein kleiner Teil der Konten bekommt die Funktion zuerst, dann ein größerer, irgendwann alle. Genau deshalb hast du manchmal etwas, das deine Freundin noch nicht sieht — obwohl beide dieselbe App-Version installiert haben.
Der zweite Grund: Viele Änderungen kommen gar nicht mit einem App-Update auf dein Handy, sondern werden serverseitig freigeschaltet. Serverseitig heißt, die Entscheidung fällt auf Instagrams Rechnern, nicht auf deinem Gerät. Die App selbst bleibt dieselbe, nur bekommt sie eine andere Anweisung. Deshalb bringt es auch nichts, das Update nicht zu installieren — die Änderung erreicht dich trotzdem.
Und der dritte Grund, der am häufigsten übersehen wird: Instagram testet. Manche Funktionen sind nur bei einem Bruchteil der Konten sichtbar und verschwinden nach ein paar Wochen wieder. Wenn eine Funktion bei dir plötzlich weg ist, hast du nichts falsch gemacht.
Was sich in den Einstellungen abschalten lässt
Diese Punkte sind echte Schalter in der App. Die genauen Bezeichnungen ändern sich mit Updates, die Suchleiste oben in den Einstellungen findet sie aber zuverlässig.
| Was dich stört | Wo du schaust |
|---|---|
| Vorgeschlagene Beiträge im Feed | Einstellungen, Bereich für vorgeschlagene Inhalte — Themen begrenzen, einzelne Vorschläge als „Nicht interessiert" markieren |
| Nur Gefolgte sehen | Oben links auf „Instagram" tippen, dann „Gefolgt" wählen |
| Aktivitätsstatus (der grüne Punkt) | Einstellungen, Bereich Privatsphäre |
| Lesebestätigung in Nachrichten | Einstellungen, Bereich Nachrichten |
| Neue Benachrichtigungsarten | Einstellungen, Bereich Benachrichtigungen — dort einzeln abwählbar |
| Werbung auf Basis deiner Daten | Einstellungen, Bereich Werbeeinstellungen |
| Sichtbarkeit deiner Story für bestimmte Leute | Einstellungen, Bereich Story — oder die Liste „Enge Freunde" |
Der stärkste Hebel ist meistens die Benachrichtigungsliste. Neue Funktionen bringen fast immer neue Benachrichtigungen mit, und die lassen sich einzeln ausschalten, ohne dass du auf alles verzichtest. Wer die Liste einmal in Ruhe durchgeht, hat danach deutlich weniger Störungen.
Zum Datenteil gibt es bei uns eine ausführlichere Übersicht — siehe Instagram Datenschutz-Einstellungen. Und wenn du die Grundeinstellungen deines Kontos einmal von vorne durchgehen willst, hilft unsere Instagram Anleitung.
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Zum AngebotWas sich nicht abschalten lässt
Hier trennen wir bewusst, weil im Netz viel versprochen wird, das es schlicht nicht gibt.
- Die Reihenfolge im Feed. Eine dauerhaft chronologische Sortierung gibt es nicht. Die Ansicht „Gefolgt" ist chronologisch, springt aber beim nächsten Öffnen der App wieder auf den sortierten Feed zurück.
- Neue Reiter und verschobene Knöpfe. Wenn Instagram die Navigation umbaut, gilt das für alle. Ein Schalter zum Zurückstellen der alten Anordnung existiert nicht.
- Reels an sich. Du kannst keinen Schalter setzen, der Reels aus deiner App entfernt. Du kannst nur einzelne Konten stummschalten und Vorschläge als uninteressant markieren.
- Serverseitige Änderungen. Alles, was nicht mit dem App-Update kommt, lässt sich auch nicht durch das Verweigern des Updates aufhalten.
- Der Rollout selbst. Es gibt keine Einstellung „keine Tests bei mir".
Wichtig: Es kursieren Apps und Web-Dienste, die versprechen, alte Instagram-Ansichten zurückzubringen oder Funktionen zu entfernen. Solche Werkzeuge brauchen in der Regel deine Zugangsdaten und verstoßen gegen die Nutzungsbedingungen. Das Risiko ist eine Sperre deines Kontos. Was dabei schiefgehen kann, steht in unserem Beitrag zum Verstoß gegen die Instagram-AGB.
Automatische Updates steuern
Wenn du nicht willst, dass sich die App über Nacht verändert, kannst du die automatischen Updates abschalten. Das verzögert Änderungen an der App selbst — serverseitige Änderungen hält es, wie oben beschrieben, nicht auf.
Auf dem iPhone: Einstellungen des Geräts öffnen, zu App Store, dann bei „Automatische Downloads" den Punkt „App-Updates" ausschalten. Danach aktualisierst du Apps von Hand im App Store unter deinem Profilbild.
Auf Android: Play Store öffnen, auf dein Profilbild tippen, dann Einstellungen, dann Netzwerkeinstellungen, dann „Automatische App-Updates". Dort auf „Apps nicht automatisch aktualisieren" stellen. Alternativ lässt sich das auch nur für Instagram einstellen: die App-Seite im Play Store öffnen, Drei-Punkte-Menü, Haken bei „Autom. Update" entfernen.
Zwei ehrliche Hinweise dazu. Erstens: Updates enthalten auch Sicherheitskorrekturen. Wer sie monatelang aussetzt, spart sich ein paar Design-Änderungen und handelt sich dafür ein Risiko ein. Zweitens: Sehr alte Versionen lehnt Instagram irgendwann ab und erzwingt das Update. Das Aufschieben funktioniert also nur eine Weile.
Wenn dagegen nach einem Update etwas nicht mehr richtig läuft, ist das ein anderes Problem — dazu haben wir Instagram Update-Fehler geschrieben.
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Zum AngebotWenn dich eine Änderung stört: Feedback senden
Der offizielle Weg führt über Einstellungen, dann Hilfe, dann „Problem melden". Du kannst dort einen Text eingeben und Bildschirmfotos anhängen. Auf einigen Geräten funktioniert auch das Schütteln des Handys innerhalb der App als Abkürzung zu diesem Formular.
Was dabei realistisch ist: Eine persönliche Antwort bekommst du fast nie. Die Meldungen laufen in eine Auswertung, keine Person schreibt dir zurück. Trotzdem lohnt sich Mühe beim Text, denn eine präzise Meldung ist auswertbar, eine wütende nicht.
- Nenne die Funktion beim Namen. Nicht „das neue Design", sondern zum Beispiel „der neue Reiter unten in der Mitte".
- Beschreibe, was passiert. Was hast du getippt, was ist danach geschehen?
- Beschreibe, was du erwartet hattest. Das ist der Teil, den fast alle weglassen, und der Teil, aus dem sich am meisten ablesen lässt.
- Hänge ein Bildschirmfoto an. Ein Bild sagt mehr als drei Absätze.
- Ein Thema pro Meldung. Sammelbeschwerden mit fünf Punkten werden schlechter zugeordnet.
Und der letzte Punkt, den man ungern hört: Manchmal ist die beste Reaktion, die Funktion einfach zu ignorieren. Nicht jede Neuerung muss genutzt werden. Ob es der Reichweite hilft, ein neues Format sofort auszuprobieren, ist unbelegt — Instagram hat das nie bestätigt. Was sich beobachten lässt, ist nur, dass in einem neuen Format anfangs weniger Konten unterwegs sind. Ob dein Konto sichtbar bleibt, entscheidet sich weiterhin über Inhalte, die Leute aufheben und weiterschicken. Mehr dazu in Instagram Reichweite erhöhen und in unserer Übersicht zu neuen Instagram-Funktionen.
Falls du zusätzlich mit einem Startwert an Zahlen arbeiten willst: Das ist eine reine Sichtbarkeitsmaßnahme und ersetzt keinen guten Beitrag. Wir sagen nicht zu, dass gekaufte Zahlen die Sortierung in der App beeinflussen — das lässt sich von außen nicht messen. Achte in jedem Fall auf die Profilqualität der zugestellten Konten.
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Zum AngebotHäufige Fragen
Kann ich ein Instagram-Update rückgängig machen?
In der App gibt es dafür keinen Knopf. Instagram bietet keine Möglichkeit, auf eine ältere Version zurückzuwechseln. Auf dem iPhone lässt sich eine App gar nicht herabstufen, auf Android nur über Wege außerhalb des Play Store, von denen wir abraten: Solche Dateien stammen aus fremden Quellen, sind ein Sicherheitsrisiko und die alte Version funktioniert oft nach kurzer Zeit nicht mehr, weil der Server sie ablehnt.
Warum habe ich eine Funktion, die meine Freundin nicht hat?
Instagram rollt Neuerungen stufenweise aus. Ein Teil der Konten bekommt sie zuerst, der Rest folgt über Wochen. Deshalb sieht dieselbe App-Version bei zwei Menschen unterschiedlich aus. Warten ist hier die einzige verlässliche Methode, denn einen Schalter zum Vorziehen oder Abschalten gibt es nicht.
Kann ich vorgeschlagene Beiträge komplett ausschalten?
Dauerhaft komplett ausschalten geht nicht. Du kannst einzelne Vorschläge über das Drei-Punkte-Menü als „Nicht interessiert" markieren und unter den Einstellungen im Bereich für vorgeschlagene Inhalte Themen begrenzen. Außerdem gibt es die Ansicht „Gefolgt", die nur Konten zeigt, denen du folgst. Diese Ansicht musst du aber jedes Mal neu auswählen.
Schadet es meiner Reichweite, wenn ich neue Funktionen nicht nutze?
Dafür gibt es keinen Beleg. Instagram hat nie bestätigt, dass die Nutzung eines neuen Formats das Ranking eines Kontos anhebt. Beobachtet wird oft, dass neue Formate anfangs mehr Aufmerksamkeit bekommen, weil weniger Leute sie nutzen und die Neugier hoch ist. Das ist ein Effekt der Konkurrenzlage, nicht eine belegte Bevorzugung.
Wie melde ich Instagram, dass mich eine Änderung stört?
Über den Weg Einstellungen, dann Hilfe, dann Problem melden. Dort kannst du einen Text schreiben und Bildschirmfotos anhängen. Eine persönliche Antwort bekommst du in der Regel nicht. Sinnvoll ist es trotzdem: Beschreibe genau, welche Funktion gemeint ist und was konkret stört, statt nur zu schreiben, dass dir das Update nicht gefällt.